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Mit dem 2016 präsentierten Konzept eines Straßenbahn-Eisenbahn-Mischsystems wurde der Startschuss für das generationsübergreifende Zukunftsprojekt Regional-Stadtbahn Linz gegeben. Entstehen soll eine leistungsstarke, umweltfreundliche Verkehrsachse, die Stadt und Region enger verbindet.
Herzstück ist die lang ersehnte Durchbindung vom Linzer Hauptbahnhof zum Mühlkreisbahnhof sowie die direkte Anbindung des Universitätsviertels im Stadtteil Auhof. In einer weiteren Ausbaustufe ist eine Neubaustrecke nach Gallneukirchen und Pregarten geplant.
Vision des Gesamtkonzeptes
der Regional-Stadtbahn
Die innerstädtische Trasse vom Linzer Hauptbahnhof bis zum Mühlkreisbahnhof bzw. bis Linz Auhof bildet das Herzstück des Gesamtkonzeptes der Regional-Stadtbahn. In einer weiteren Ausbaustufe ist eine Neubaustrecke nach Gallneukirchen und Pregarten geplant.
Die Abschnitte
im Überblick
Ausgehend vom Hauptbahnhof Linz verläuft die Trasse der Regional-Stadtbahn Linz zunächst parallel zur Summerauer Bahn bis zur Unterführung Dinghoferstraße. Anschließend taucht sie über die Rampe Europaplatz in einen Tunnel ein und erreicht unterirdisch die Haltestelle Europaplatz beim Designcenter.
Die Haltestelle Europaplatz liegt unter der Franckstraße bzw. dem Designcenter und wird mit zwei Bahnsteigkanten zu je 120 m Bahnsteiglänge ausgeführt. Die Zugänge zur Haltestelle werden über Stiegen, Lift und Fahrtreppen im Bereich der Franckstraße und vor dem Designcenter errichtet.
Im Anschluss an die Haltestelle Europaplatz verläuft die Trasse der Regional-Stadtbahn Linz weiter in Tunnellage in einem Rechtsbogen am Designcenter vorbei und unterquert die Goethestraße. Die Trasse verlässt in einem Linksbogen die Goethestraße und führt östlich am Kepler Universitätsklinikum in einer Geraden in Richtung Paula-Scherleitner-Weg zur Haltestelle Universitätskliniken.
Die Haltestelle Universitätskliniken beginnt unmittelbar im Kreuzungsbereich der Darrgutstraße mit dem Paula-Scherleitner-Weg. Die Zugänge zur Haltestelle werden über Stiegen, Lift und Fahrtreppen im Bereich der Darrgutstraße errichtet. Bei der Planung der Haltestelle wurde insbesondere in diesem Bereich großer Wert darauf gelegt, die Umsteigebeziehungen zum O-Bus zu optimieren und mit den Auf- und Abgängen das Krankenhausareal optimal zu erschließen.
Nördlich der Haltestelle Universitätskliniken führt die Trasse der Regional-Stadtbahn Linz weiterhin unterirdisch unter dem Paula-Scherleitner-Weg, unterquert dann die Garnisonstraße und führt weiter durch den bereits errichteten Rohtunnel unterhalb des Gesundheitszentrums der ÖGK. Danach unterquert die Trasse den Parkplatz der ÖGK und im Anschluss die Derfflingerstraße in einem Linksbogen.
Über die Rampe Derfflingerstraße gelangt die Regional-Stadtbahn Linz wieder an die Oberfläche. Am Ende der Rampe Derfflingerstraße verläuft die Regional-Stadtbahn Linz entlang der ehemaligen Verbindungsbahntrasse, kreuzt dabei die Lederergasse und überquert in Hochlage die Hafenstraße. Dieser Trassenabschnitt wird auch von der O-Bus Linie 48 genutzt werden, wobei der O-Bus bereits vor dem geplanten Baustart der Regional-Stadtbahn den Betrieb aufnehmen soll.
Die Haltestelle Hafenstraße befindet sich in Hochlage über der Hafenstraße. Im Bereich der Hafenstraße werden Stiegenaufgänge sowie Lifte und Fahrtreppen den barrierefreien Zugang zur Haltestelle ermöglichen. Am nördlichen Ende der Haltestelle Hafenstraße schwenkt die Regional-Stadtbahn Linz in Richtung der Eisenbahnbrücke und verläuft über diese bis zum geplanten Nahverkehrsknoten Urfahr-Ost.
Mit dem Nahverkehrsknoten Urfahr-Ost entsteht eine zentrale Mobilitätsdrehscheibe mit insgesamt 20.000 Fahrgästen am Tag. Neben der Regional-Stadtbahn Linz, den bestehenden Straßenbahnlinien und dem neuen O-Bus sorgen auch OÖVV Regionalbusse für ein attraktives Öffi-Angebot. Während die beiden neuen S-Bahnlinien S6 und S7 vor allem das Linzer Umland mit der Innenstadt verbinden werden, wird der Ausbau der innerstädtischen O-Bus-Linien dafür sorgen, wichtige Punkte innerhalb der Stadt Linz schnell und unkompliziert zu erreichen. Die Regional-Stadtbahn wird an der Oberfläche verkehren, die Straßenbahn-Linien der LINZ AG LINIEN eine Etage tiefer gelegt. Vom Nahverkehrsknoten aus führt die Regional-Stadtbahn Linz als S6 weiter Richtung Mühlkreisbahnhof bzw. als S7 weiter Richtung Auhof.
Die Trasse der Linie S6 verläuft am Nahverkehrsknoten Richtung Westen hin zur Reindlstraße. Die Trasse quert anschließend die Wildbergstraße (Haltestelle im Kreuzungsbereich Wildbergstraße/Reindlstraße) und führt durch den westlichen Teil der Reindlstraße, bis sie im Endausbau in den Mühlkreisbahnhof einbindet.
Nach Osten hin führt die geplante S7 über den Heilhamer Weg in den Bereich des Hochwasserschutzdammes bis zu den Haltestellen Freistädter Straße und Auhof. Die Trassenführung im sensiblen Bereich des Hochwasserschutzdammes wurde im Rahmen eines Trassenauswahlverfahrens intensiv geprüft. Die Planung des Abschnitts bis zur Johannes-Kepler-Universität ist insbesondere deswegen von Bedeutung, da sie eine wesentliche Grundlage für die weitere Planung der Strecke der S7 nach Gallneukirchen/Pregarten darstellt.
Interaktiver Projektatlas
der Regional-Stadtbahn Linz
Der interaktive Projektatlas der Regional-Stadtbahn Linz ist eine moderne, interaktive Plattform, mit der die Trassenplanung sichtbar, verständlich und ortsbezogen dargestellt wird. Dadurch können die komplexen Planungen und räumlichen Veränderungen einfach und nachvollziehbar gezeigt werden. Der Projektatlas wird je nach Planungsstand laufend erweitert. Wo möglich sind bereits jetzt 3D-Modelle und Visualisierungen zum Endzustand integriert.
Der Projektatlas zeigt die Trassenplanung in ihrem räumlichen Kontext – klar verortet und maßstabsgetreu überlagert auf einem Orthofoto-Hintergrund. Die Visualisierung schafft ein intuitives Verständnis dafür, wie sich zum Beispiel der neue Nahverkehrsknoten Urfahr-Ost in das bestehende Umfeld einfügt.